Wann kann eine Psychotherapie hilfreich sein?

Psychotherapie kann dazu dienen, Beschwerden und Probleme aus verschiedenen psychischen Bereichen zu reduzieren und die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes Auftreten dieser Beschwerden verringern. Dabei kommen Methoden zum Einsatz, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erprobt und erwiesen worden sind.

 

Typische Beschwerden, bei denen eine Psychotherapie helfen kann, sind z.B.

  • Depressionen (oft auch erlebt als sog. “Burn Out”)
  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Essanfallsstörung)
  • Angststörungen (Panikstörung, Generalisierte Ängste, Phobien, Hypochondrie)
  • Zwangsstörungen
  • Missbrauch von Substanzen wie Alkohol und Drogen
  • Psychosomatischen Beschwerden, somatoformen Störungen
  • Störungen infolge traumatischer Erlebnisse (z.B. Posttraumatische Belastungsstörung)
  • Schlafstörungen
  • Schwierigkeiten in der Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen (sog. Persönlichkeitsstörungen)

 

Sollten also einzelne dieser Beschwerden die Bewältigung Ihres Lebensalltags erschweren, zu Leiden oder Leistungsminderungen im Berufsleben führen, so kann eine ambulante psychotherapeutische Behandlung ein notwendiger und sinnvoller Schritt sein.

Neben der Analyse der Lebensumstände und Auslöser, unter denen die Probleme entstanden sind oder auftreten, werden dabei immer die individuelle Lebensgeschichte und die typischen Verhaltensmuster der betroffenen Person in die Behandlungsplanung einbezogen. Dabei geht es vor allem auch darum, bereits bestehende Ressourcen und Fähigkeiten wieder zu stärken und für die Behandlung zu nutzen. Psychotherapie ist also immer Hilfe zur Selbsthilfe.

Psychotherapie ist dabei ein aktiver Entdeckungsprozess, der neben der Betrachtung der äußeren Bedingungen auch eine gewisse Neugier auf das eigene individuelle Erleben und die Bereitschaft zum Experimentieren mit neuen Sicht- und Verhaltensweisen voraussetzt.